Laut eigener Aussage mussten die Faschos der „Identitären“ ihre Demo am 25. Juli absagen, weil ihnen die Route ihrer Demonstration von den Behörden untersagt wurde. Diese Info ist allerdings noch nicht verifiziert, bisher kommt sie ausschließlich von einem Nazi-Telegramkanal!
Sollte es stimmen, ist dies allerdings kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger antifaschistischer Arbeit und aktueller antifaschistischer Mobilisierung. Die jüngsten Gewaltexzesse der neofaschistischen „Identitären“ haben selbst in Österreich, wo man mittlerweile jegliche rechtsextreme Kontinuität schulterzuckend hinnimmt, zu massivem öffentlichen Druck geführt.
Dennoch müssen wir uns darauf vorbereiten, dass sich die „Identitären“ trotzdem treffen werden – entweder spontan oder mit einer alternativen Route.
Was heißt das für uns? Wir machen weiter!
Es ist umso wichtiger, dass viele Leute zu den antifaschistischen Kundgebungen kommen, am 25. Juli in der Inneren Stadt sind und die Augen offen halten. Wir rufen weiter dazu auf, sich auf Blockaden vorzubereiten.
Nur unsere Präsenz am 25.7. kann verhindern, dass die Faschos trotzdem aufmarschieren. Sie ist der Grund, dass sie nicht aufmarschieren können.
Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass den Nazis zunächst nur ihr geplante Route untersagt wurde, dies wird teils als „Verbot“ der Demo bezeichnet – was schlicht falsch ist. Tatsächlich wird Anmelder*innen von Demonstrationen im Falle einer Untersagung einer Route immer eine Alternative angeboten. Die „Identitären“ scheinen sich aber in der Opfer-Rolle wohlzufühlen: Tatsächlich ist davon auszugehen, dass die Nazis angesichts unserer antifaschistischen Mobilisierung eine Route außerhalb des 1. Bezirks aufgrund massiver zu erwartender Gegenproteste für unmöglich halten. Die Behauptung, die Demo sei „verboten“, ist sowohl für die Nazis als auch die Behörden ein „easy way out“.
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Polizei den Nazis willig den Weg freiprügelt, während Antifaschist*innen kriminalisiert werden. Deshalb und aufgrund der rechtsextremen Kontinuität in diesem Land möchten wir darauf hinweisen, dass die staatlichen Maßnahmen gegen Rechtsextremismus keine Lösung sind und es gerade jetzt wichtig ist, sich antifaschistisch zu organisieren. Auf den Staat ist im Kampf gegen Rechts kein Verlass!
Lasst uns gemeinsam Raum einnehmen und zeigen, dass in Wien kein Platz für das braune Pack ist. Haltet euch den 25.7. nach wie vor geblockt. Über alle etwaigen Updates halten wir euch auf unseren Kanälen am Laufenden.
Bündnis Wien nimmt Platz, 15.07.2026

